Minister Pinkwart ist Initiator des Digitalisierungsgutscheins

So profitieren Sie vom Digitalisierungsgutschein des Landes Nordrhein-Westfalen!

Nordrhein-Westfalen unterstützt kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bei der erfolgreichen Bewältigung der digitalen Transformation. Das Förderprogramm „Mittelstand.innovativ!“ steht KMUs aller Branchen offen. Mit einem Digitalisierungsgutschein bietet das Land diesen Betrieben die Chance, mithilfe von externen Auftragnehmern die Möglichkeiten der Digitalisierung für sich zu nutzen, um noch stärker und wettbewerbsfähiger zu werden. Die Förderung der Digitalisierung hilft zum Beispiel dabei, das Datenmanagement oder die IT-Sicherheit im Unternehmen zu verbessern. Erfahren Sie in diesem Artikel: Welche Fördermöglichkeiten es gibt. Wer einen Förderanspruch hat. Was gefördert wird. Wie Sie die Förderung beantragen können.

Wir hoffen dieser Artikel hilft Ihnen bei Ihren Fragen. Gerne können Sie auch unsere kostenlose Förderberatung in Anspruch nehmen.

Welche Förderungen gibt es?

Digitalisierungsgutschein A

Für Leistungen rund um Analyse und Bewertung wurde der Digitalisierungsgutschein A geschaffen. Er ist für die Erfassung des IT-Sicherheitsstatus oder die Analyse des Digitalisierungsgrads eines Unternehmens gedacht. So lassen sich die Stärken und Schwächen sowie Chancen und Risiken erfassen, die mit der Digitalisierung zusammenhängen. Die maximale Zuwendung für den Digitalisierungsgutschein A liegt bei 10.000 Euro.

Digitalisierungsgutschein B

Der Digitalisierungsgutschein B steht für Befähigung und Umsetzung. Damit sollen Verbesserungspotentiale erkannt und umgesetzt sowie innovative, digitale Lösungen im Betrieb implementiert werden. Die maximale Zuwendung für den Digitalisierungsgutschein B liegt bei 15.000 Euro.

Wer wird gefördert?

Vom Förderprogramm profitieren kleine und mittelständische Unternehmen aus allen Branchen, die ihren Sitz in Nordrhein-Westfalen haben. Der Antrag zur Förderung der Digitalisierung kann von Unternehmen mit weniger als 250 Mitarbeitern gestellt werden. Der Jahresumsatz darf maximal 50 Millionen Euro oder die Bilanzsumme höchstens 43 Millionen Euro betragen.

Was wird gefördert?

Mittleren Unternehmen werden 40 Prozent und kleinen Unternehmen 70 Prozent der Kosten für externe Beratung und Analyse sowie Entwicklung und Umsetzung erstattet. Der Gegenwert eines Digitalisierungsgutscheins liegt bei 10.000 bis 15.000 Euro. Als Auftragnehmer der Digitalisierungsmaßnahmen akzeptiert das Förderprogramm alle auf Analyse, Beratung und Entwicklung spezialisierten Unternehmen mit Sitz in der EU. Dazu zählen insbesondere gemeinnützige Forschungseinrichtungen, Hochschulen und bestimmte Unternehmen wie IT-Systemhäuser, Ingenieurbüros oder IT-Consulter.

Projekte: ein Überblick der Förderprogramme zur Digitalisierung

1. Aufbau von digitalen Plattformen

Plattformen als digitales Geschäftsmodell liegen stark im Trend. Wer eine Internet-Plattform betreibt, verfügt über keine eigene Produktion, sondern bringt lediglich gegen eine Gebühr Anbieter und Nachfrager zusammen. Der Erfolg dieses Modells hängt daher sehr stark von seiner Reichweite und seiner Nutzerfreundlichkeit ab. Virtuelle Marktplätze sind besonders in für den Nutzer intransparenten Märkten wie etwa Immobilien oder Reisen erfolgreich. Indem sie übersichtlich die Angebote verschiedener Anbieter listen, erleichtern sie dem User den Vergleich und die Suche.

2. Usability Optimierung

Warum sind manche Shops ertragreicher als andere und warum kommen manche Websites bei den Usern bzw. bei Google einfach nicht an? Der Digitalisierungsgutschein hilft dabei, die Antwort auf diese Fragen zu finden. Ohne eine ausreichende Usability Optimierung, also Prüfung auf Leistungsfähigkeit und Nutzerfreundlichkeit, ist jedes Webprojekt zum Scheitern verurteilt. Online-Marketing-Spezialisten prüfen dabei die Site auf leichte Zugänglichkeit, einfache Bedienung, Barrierefreiheit, hochwertiges Design und andere Faktoren.

3. Initialisierung der Cloud-Nutzung

Cloud-Computing bietet zahlreiche Vorteile wie mehr Effizienz, eine höhere Flexibilität und Produktivität sowie geringere Kosten. Vor allem die wirtschaftlichen Effekte sprechen für die Cloud-Nutzung, da sich damit die Softwarekosten deutlich senken lassen. Die richtige Wahl der passenden Clouds ist die Voraussetzung, um diese Vorteile bestmöglich zu nutzen. Es geht um den passenden Mix aus Software as a Service (SaaS), Infrastructure as a Service (IaaS) und Platform as a Service (PaaS) Lösungen. So bekommen Sie die notwendige Flexibilität und sparen Ihrem Unternehmen zeit- und kostenintensive Wartungs- und Servicearbeiten. Auch die Datenspeicherung in der Cloud schlägt wirtschaftlich positiv zu Buche. So können etwa Außendienstmitarbeiter schnell und einfach auf Unternehmensinformationen zugreifen, was ihre Arbeit effektiver und flexibler macht.

4. Entwicklung digitaler Businessmodelle

Ein digitales Geschäftsmodell ist nicht einfach eine Kopie eines herkömmlichen Geschäftsmodells, das lediglich über die IT läuft. Digitale Modelle basieren auf ganz anderen Grundlagen der Wertschöpfung. Denn heute bestimmen nicht in erster Linie Dienstleister und Produzenten das Marktangebot. Die Nachfrage der Kunden ist mittlerweile in weit höherem Ausmaß die treibende Kraft. All das wirkt sich fundamental auf das Geschäftsmodell aus. Die Digitalisierung hat neue Vertriebs-, Kommunikations- und Informationskanäle kreiert und die Beziehung zum Kunden grundlegend verändert. Daher ist es auch für kleine und mittlere Unternehmen eine Frage des Überlebens, ihr Geschäftsmodell fit für das digitale Zeitalter zu machen.

5. IT-Sicherheit analysieren und verbessern

Die Digitalisierung stellt heute große Ansprüche an die IT-Sicherheit. Die damit verbundenen Herausforderungen sind gerade für kleine und mittlere Unternehmen enorm. Denn während sich Großbetriebe oft eigene Security-Abteilungen leisten, ist dieser Bereich in kleineren Unternehmen meist personell unterbesetzt. Die mit dem Digitalisierungsgutschein verbundenen Leistungen können diese Schwachstellen analysieren und verbessern, um Daten, Systeme und Kommunikationswege sicherer zu machen. Wer über eine umfassende und vielschichtige Security-Strategie verfügt, schützt sein Unternehmen vor Cyber-Angriffen und gefährlichen Datenlecks.

Wie beantragt man die Förderung?

Den Antrag für den Digitalisierungsgutschein finden Sie online unter https://www.ptj.de/innovationsgutscheine. Hier gibt es auch einen Überblick der Förderprogramme zur Digitalisierung. Der Förderantrag kann zudem beim Projektträger Jülich, der für das gesamte Antragsverfahren zuständig ist, schriftlich angefordert werden. Die Einreichung muss auf den Postweg in ausgedruckter, unterschriebener Form und parallel per E-Mail an den Projektträger erfolgen. Die Bearbeitungszeit der Anträge liegt bei rund sechs Wochen. Bewilligte Fördermittel werden nach dem Ausgabenerstattungsverfahren bereitgestellt. Das bedeutet, dass das geförderte Unternehmen zuerst in Vorleistung tritt und anschließend den Rechnungsbetrag erstattet bekommt.

Wir hoffen dieser Artikel konnte Ihnen Ihren Fragen beantworten. Nutzen Sie darüber hinaus gerne unsere kostenlose Förderberatung.

Thomas Dumsch 25.08.2019 allgemein