Die Arbeitsweise bei einer Migration

Worauf es bei einer Datenmigration ankommt - Die Entscheidungsfähigkeit der Kunden steht im Vordergrund

Eine Aufgabe von IT-Dienstleistern besteht darin, den Kunden bei der Migration von großen Datenmengen zu helfen. Oft steht dafür nur ein enger zeitlicher Rahmen zur Verfügung. Erfahren Sie in diesem Artikel mehr darüber, wie Sie ein Migrationsprojekt mit Ihrem IT-Dienstleister so planen, dass Ihre Probleme gelöst werden. 

 

Leitlinien einer Datenmigration

 

Mit dem mobilen Arbeiten steigt die Bedeutung überall verfügbarer Daten

Unternehmen und Ihre Mitarbeiter sind immer mehr auf Arbeitsplätze angewiesen, die ein mobiles Arbeiten unabhängig von Ort und Zeit zulassen. Eine von jedem Ort aus zugreifbare Cloud-Architektur und permanent verfügbare Daten sind Eckpfeiler bei solchen „Modern Workplaces“. Mobiles Arbeiten und eine effektive Zusammenarbeit der Mitarbeiter von unterschiedlichen Standorten aus wird so ermöglicht.

Als IT-Dienstleister werden wir oft damit beauftragt, die Datenverfügbarkeit bei unseren Kunden dauerhaft zu erhöhen, bestehende Synchronisationsprobleme zwischen den Mitarbeitern und der Cloud-Architektur zu minimieren und so die (Zusammen)-Arbeit bei unseren Kunden zu verbessern. 

Kommt es zu Synchronisationsproblemen und zu einer eingeschränkten Verfügbarkeit der Cloud, kann es an einer fehlerhaften Einrichtung der Cloud-Infrastruktur und an der Organisation der Daten in der Cloud liegen. Mit einer Datenmigration und einer neuen Konfiguration der Cloud können die Probleme gelöst werden. 

 

Die Migration unterteilt sich in zwei Phasen

Bei einer solchen Aufgabenstellung lässt sich unser Vorgehen grob in zwei Phasen unterteilen:

1.       Analyse der Cloudarchitektur und die Ableitung von Handlungsempfehlungen

2.       Die Durchführung der Datenmigration

Mit der Analyse finden wir heraus, wodurch die Synchronisationsprobleme und die eingeschränkte Datenverfügbarkeit verursacht werden. Oftmals werden solche Probleme durch Rechtearchitekturen und Konfigurationen der Cloudarchitektur verursacht.

Dieses Fehlerbild lässt sich in der Regel mit einer Datenmigration und der Anpassung der Rechtearchitektur beheben. Eine große Herausforderung bei der Datenmigration ist es, das IT-Projekt ohne Einschränkung der Mitarbeiter-Produktivität abzuwickeln.

 

Worauf kommt es bei der Datenmigration an?

Bei der Arbeit an IT-Infrastrukturen und Systemen besteht die Gefahr, dass es zu Komplikationen kommt. Die große Herausforderung ist bei solchen Vorgängen der Faktor Zeit. Kopiervorgänge von großen Datenmengen nehmen Zeit in Anspruch - insbesondere erforderliche Down- und Uploadvorgänge von großen Datenmengen. Neben dem Datenvolumen spielt die vorhandene Bandbreite eine entscheidende Rolle bei der zu kalkulierenden Zeit. 

Kommt es im Projekt zu technischen Problemen, die den Zeitplan gefährden und damit die Mitarbeiterproduktivität temporär einschränken können, zahlt sich transparente Kommunikation zwischen IT-Dienstleister und Kunden aus. Mögliche Handlungsalternativen müssen systematisch bewertet und angegangen werden. Insbesondere ist es wichtig, dass vorab ein Point-of-no-Return definiert ist, an dem man sich im Notfall spätestens für die Wiederherstellung des Ausgangsstandes entscheidet. Die Entscheidungen treffen die Experten des IT-Dienstleisters in Absprache mit dem Kunden - Die Entscheidungsfähigkeit des Kunden hat die oberste Priorität. 

Ist der Point-of-no-Return erreicht, und entscheidet man sich in dem Fall für den Abbruch der Migration und die Wiederherstellung des Systems, kann man die Probleme des Kunden im Zweifel nicht kurzfristig lösen. Gleichzeitig konserviert man aber die Arbeitsfähigkeit beim Kunden, um dann nach einer erneuten Fehleranalyse einen erneuten Lösungsvorschlag zu erarbeiten und umzusetzen. 

 

Unsere Leitlinien bei einer Datenmigration

Mit den folgenden Leitlinien stellen wir als IT-Dienstleister Transparenz, Systematik und damit ein erfolgreiches Migrationsprojekt sicher:

  1. Eine gemeinsame Zielstellung: Die Definition einer gemeinsamen Zielstellung zwischen Kunde und IT-Dienstleister ermöglicht die Priorisierung der operativen Maßnahmen und konsistentes Vorgehen bei Analyse und Umsetzung.
     

  2. Ein gemeinsamer Projektplan: Die Erarbeitung und Verabschiedung eines gemeinsamen Projektplans zwischen Kunde und IT-Dienstleister stellt die Transparenz im Projektverlauf sicher. Dabei spielt die Zeit, die die einzelnen Maßnahmen in der Datenmigration in Anspruch nehmen eine entscheidende Rolle. Es gilt, die zeitkritischen Tätigkeiten zu identifizieren. 
     
  3. Proaktive Kommunikation: Mit proaktiver Kommunikation über das gesamte Projekt bleibt der Kunde zu jeder Zeit entscheidungsfähig. Insbesondere bei Komplikationen und Fehlern wird der Kunde rechtzeitig informiert und in Entscheidungsprozesse eingebunden. 
     
  4. Ein sicheres und funktionales Berechtigungskonzept: Berechtigungskonzept analysieren und ggf. implementieren – Berechtigungskonzepte sind ein ausschlaggebender Punkt, um die Funktionalität von IT-Infrastrukturen zu gewährleisten. Eine fehlerhafte Einrichtung kann darüber hinaus ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstellen. Eine Analyse der Berechtigungen und der etwaige Roll-Out eines neuen Konzeptes ist ein sensibler Punkt eines Migrationsprojektes
     
  5. Backups als Versicherung: Ein erstelltes Backup vor dem Beginn der operativen Maßnahmen ermöglicht die Wiederherstellung des Ist-Zustands und dient somit als Versicherung und Exit-Strategie bei Komplikationen.
     
  6. Ein definierter Point-of-no-Return: Durch einen vorab definierten Point-of-no-Return weiß der IT-Dienstleister, zu welchem Zeitpunkt er sich spätestens für die Exit-Strategie entscheiden muss, um den Ausgangszustand wiederherzustellen. 
André Strauch 19.02.2020 Unternehmen